GegenBuchMasse 2026 - Die Rechte der Natur
Jedes Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse tonnenweise frisch bedrucktes Papier präsentiert. Wir wollen vor allem linken Autor*innen und (Klein-) Verlagen ein Forum für kritische Gedanken bieten.
Der Eintritt zu unseren Veranstaltungen ist frei. Wir bitten um reichlich Spenden!
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Die Klimakrise macht unmissverständlich klar: Der Planet lässt sich nicht mit den Denkweisen retten, die seine Zerstörung hervorgebracht haben. Die Rechte der Natur geben darauf eine ebenso einfache wie revolutionäre Antwort. Sie begreifen die Natur nicht länger als Objekt der Ausbeutung, sondern als Rechtssubjekt – mit einem eigenen Recht auf den Erhalt ihrer Lebenszyklen und ihrer Integrität. Während es uns selbstverständlich erscheint, dass Unternehmen Rechte haben und diese vor Gericht einklagen können, stößt die Vorstellung, dass auch die Natur Rechte haben könnte, noch weitgehend auf Unverständnis.
Das Buch von Alberto Acosta (Ecuador) und Enrique Viale (Argentinien) erzählt die Geschichte dieser Idee: von den Wurzeln in indigenen Kulturen über die Verankerung in der Verfassung Ecuadors bis zu den weltweiten Kämpfen um ihre Anerkennung. Es zeigt, dass die Rechte der Natur weit mehr sind als ein juristisches Konzept. Sie markieren einen grundlegenden Perspektivwechsel und stellen eine Wirtschaftsordnung infrage, die Natur zur Ware macht und ihre Zerstörung systematisch vorantreibt.
Gegen die Sackgassen von „grünem Kapitalismus“ und vermeintlich „nachhaltiger Entwicklung“ entwirft dieses Buch die Rechte der Natur als Fundament einer anderen Gesellschaft. Denn: „Solange wir Menschen den Frieden mit der Erde nicht wiederherstellen, wird es für uns keinen Frieden auf der Erde geben.“
Die Übersetzerin Alix Arnold stellt das Buch vor.